FtWTF – Female to What The Fuck

Wie männlich* muss ein Transmann sein? Was genau bedeutet der Begriff männlich* überhaupt? Und wie eng sind das bei der Geburt zugewiesene Geschlecht und die gesellschaftlichen Rollenerwartungen miteinander verknüpft? Diese Fragen stellen sich im österreichischen Dokumentarfilm FtWTF – Female to What The Fuck sechs Frauen*, die sich aus unterschiedlichen Gründen mit ihrem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht nicht wohlfühlen und sich deshalb auf den Weg einer Geschlechtsangleichung machen. Der Titel des Films verweist auf eine Transition, an deren Anfang ein weiblicher* Körper steht, deren Ende aber offen bleibt. Was auch immer – what the fuck.

Die Filmemacher_innen zeigen, dass das Ziel der Transition nicht etwa ein geschlechtlich eindeutiger männlicher* Körper ist, sondern dass viele Wege jenseits des Zwei-Geschlechter-Systems das Ziel sein können. Es ist überraschend und spannend zu sehen, dass etwas so Existenzielles wie das Geschlecht nicht für immer unverrückbar feststeht, sondern durchaus auch nach eigenem Willen gestaltet werden kann. Dorian bringt es auf den Punkt, wenn er* sagt, dass es für ihn* keine Männer* oder Frauen* gibt, sehr wohl aber für die Welt da draußen. Die Protagonist_innen des Films sind Held_innen des Geschlechter-Troubles, Held_innen, die mutig ihr Begehren nach Männlichkeit* leben, und dieses immer auch kritisch hinterfragen. Jeder* auf seine* eigene Weise.

English

Avoiding stereotypical narrative elements, the two directors break with the frequently told (and medically required) narrative of a painful coming-out, »of being born in the wrong body«.

Instead, the film offers scope for non-binary identities and paints a realistic picture of sex changes as they occur today. Without voyeuristic elements, tragedy and pathos, the films offers a political analysis and a feminist perspective of the subject. In doing so, Thym’s and Lampert’s protagonists become heroes and heroines of gender difference. (frauenfilmfestival.eu)

Spielzeiten

Donnerstag, 03.11.16, 18:00 Uhr Montag, 07.11.16, 18:00 Uhr

Infos

A 2015
Regie: Katharina Lampert und Cordula Thym,

Dokumentarfilm, OmeU,
92 Min.

Category
2016, Bimovie 22, Dokumentation