Vorab

Vorab

In diesem für alle schwierigen Jahr 2020 ist vieles anders als sonst. Gerade deswegen war es uns ein besonderes Anliegen, die Frauenfilmreihe Bimovie 26 allen Widrigkeiten zum Trotz wie gewohnt durchzuführen.

Leider sind auch die Kinos von den beschlossenen Lockdown-Maßnahmen der Regierung betroffen und müssen somit  im November ihre Tore schließen. Bereits gekaufte Kino-Tickets werden automatisch vom Kino erstattet – bitte habt aber etwas Geduld, da der Ticketanbieter ca. 2500 Kinos betreut.

Unser Festival wird aus besagten Gründen dieses Jahr AUSSCHLIEßLICH online stattfinden. Der Online-Ticketkauf beginnt, sobald die Streamingangebote upgeloadet und freigeschaltet sind –  dies wird spätestens zum Festivalbeginn, am 5.11.2020 um 18:30h, der Fall sein.

Ihr könnt Einzeltickets oder einen Festivalpass, jeweils auch möglich mit Solibeitrag für das Neue Maxim, erwerben (Bezahlmöglichkeit ist Kreditkarte oder Paypal). Die jeweiligen Karten/den Festivalpass gibt es auf den Filmbeschreibungsseiten zu kaufen.

Sollte es zu weiteren Änderungen kommen, werden wir diese auf unserer Website veröffentlichen. Wir empfehlen euch daher, immer mal wieder auf unserer Website und unserer Facebookseite vorbeizuschauen, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Corona hat das Kino zumindest für den Moment nachhaltig verändert. Viele Filme sind dieses Jahr aufgrund der Maßnahmen untergegangen. Mit unserer Frauenfilmreihe wollen wir dazu beitragen, dass zumindest eine kleine Auswahl an wunderbaren Filmen die Aufmerksamkeit bekommt, die sie verdient.

Los geht’s mit den Uferfrauen, einem charmanten und tiefschürfenden Film von Barbara Wallbraun über lesbisches L(i)eben in der DDR – beileibe nicht lustig, aber kraftvoll und ermutigend! Gefolgt von Heavy Craving, dem fulminanten Debütfilm von Pei-Ju Hsieh aus Taiwan. Der Film versieht female troubles mit einem Kommentar aus Südostasien. Die Entstehung eines Festballs für queere Senior*innen dokumentiert Coming Back Out Ball Movie aus Australien. Ein tolles Plädoyer für mehr Integration und Wertschätzung von LGBTIQ* Senioren und ihren queerpolitischen Errungenschaften! In Speak Up erheben europäische Schwarze Frauen ihre Stimme und definieren selbst, was eine schwarze weibliche Perspektive ausmacht! Der Kurzfilm Portrait of my Mother erzählt die Verarbeitung eines Missbrauchs und läuft als Vorfilm zu Overseas, der einen schonungslosen Blick auf die Misere moderner Sklaverei wirft. Dank der Solidarität der Frauen* untereinander wohnt dem Film ein kleiner Hoffnungsschimmer inmitten dieser düsteren Parallelwelt inne. In Mouthpiece von Patricia Rozema hat die Protagonistin Cassandra 48 Stunden Zeit, um das Begräbnis ihrer Mutter zu organisieren. Dabei gerät sie in eine immer absurder eskalierende Sinnkrise – ein atmosphärisches Drama über den Tod jenseits aller Genrekonventionen. Kokon(muss leider entfallen): Während ihre Clique mit ihren Smartphones abhängt, verliebt sich die 14-jährige Nora in die wilde Romy. Zusammen machen sie den Park zum Dschungel und das Freibad zum Meer. Achtung! Das Coming-of-Age Drama läuft nur im Kino. Last but not least schildert Regisseurin Janna Ji Wonders in Walchensee Forever die Geschichte ihrer Familie aus Sicht der Frauen, von denen jede auf ihre Weise den patriarchalen Strukturen ihrer Zeit trotzt.

Eine spannende Kinowoche und anregende Diskussionen wünschen Euch / Ihnen Die Geierwallis
Moana Bauer, Anne Daschkey, Monique Farrar, Julia Fuhr Mann, Harriet Hoefer, Karin Hofmann, Annette Müller.

Heißen Dank an:

Katrin Gebhardt-Seele, Christiane Böhm, Anne Harder, Martina Dobrusky, Regine Stoiber, Martina Sedlmeier, Karin U. Soika, Miriam Weichselsdorfer, Monika Haas, Dorothee Denzler, Sabine Eisenhauer, Barbara Röser, Joachim Post vom lsf Hamburg, das Team vom QFFM, Conny Weber, das Team vom Werkstattkino, das Team vom daneben, Maike-Sophie Mittelstädt, artechock filmmagazin, die Filmlöwin und alle Filmemacher*innen